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Großstädte Polens

Posen (Poznan)


Rathaus - Julijan Nyca/Julian Nitzsche - WIKIPEDIA

 Allgemein

Posen ist die Hauptstadt der Woiwodschaft Großpolen und liegt im westlichen Teil des Landes. Historisch betrachtet gehört Posen in die Wiege Polens. Bereits vor 12.000 Jahren wurde hier gesiedelt und schon im 10. Jahrhundert gab es eine Burganlage, die größer war, als die Piasten-Residenzen späterer Jahrhunderte.

Posen präsentiert sich als moderne, florierende Messestadt, die ihren touristischen Charme kennt, hervorragend in Szene setzt und weiter zu verbessern sucht. Die Altstadt ist herausgeputzt mit ihren Sehenswürdigkeiten, dem regen Kulturleben und den schicken Geschäfte, Restaurants, Cafes und Bars.


 Geschichtliches

Etwa um das Jahr 968 wurde der erste polnische Bischofssitz auf der Dominsel gegründet. 300 Jahre später gründeten deutsche Einwanderer am andern Wartheufer eine Handelsstadt mit Magdeburger Recht. Die neuen Regelungen und die Rechtssicherheit für die Handeltreibenden führte dazu, dass schnell immer mehr Siedler kamen und ein wirtschaftlicher Aufschwung erfolgte. Der Höhepunkt war im 16. Jahrhundert erreicht: Posen war wichtigstes Handelszentrum in Polen.

1793 wurde die Stadt Preußen einverleibt. Eine Germanisierung in den Bereichen Sprache und Kultur setzte ein. Folge war ein Nationalitätenkonflikt, der bis ins 20. Jahrhundert gärte. Je nachdem, wie gerade die Machtverhältnisse waren, setzten ethnische Säuberungen der einen oder anderen Volksgruppe ein. 1918 als Posen wieder zu Polen gehörte, wurden die Deutschen staatlich schikaniert, 1939 wurden die Polen vertrieben. Zwischen 1945 und 1947 wurden dann nahezu alle Deutschen vertrieben und ihrerseits vertriebene Polen aus den Ostgebieten nahmen ihre Stelle in der kriegszerstörten Stadt ein.

1956 kam es im kommunistisch geführten Polen zum Posener Arbeiteraufstand, einem Streik der Arbeiter gegen Misswirtschaft und schlechte Lebensbedingungen. Etwa 100.000 Menschen beteiligten sich am Aufstand und er wurde von der Armee brutal niedergeschlagen.


 Altstadt

Mittelpunkt bildet der Alte Marktplatz mit seinen Cafes und Restaurants, seinen Straßenmusikern und –künstlern. Ringsum strahlen die Fassaden der Barock- und Renaissancehäuser, Sitz zahlreicher Kulturinstitute.

Mitten auf dem Marktplatz steht das Posener Rathaus, das heute das historische Museum beheimatet. So wie sich der ursprünglich gotische Bau heute zeigt, wurde er ab 1550 von einem italienischen Baumeister im Rennaicancestil umgebaut. Es erstrahlt in weiß und Pastelltönen, die Fassade ist mit einer dreistöckigen Arkadenloggia geschmückt, das Dach ist hinter einer Attika verborgen und im Hintergrund ragt der 62 Meter hohe Rathausturm empor. Jeden Mittag um 12 Uhr springen über der Rathausuhr zwei weiße Böcke hervor und stoßen mit den Hörnen zwölfmal aneinander.

Links vom Rathaus steht eine Reihe von -oft nur einfensterbreiten- Krämerhäusern aus dem 15. und 16. Jahrhundert. Ihre bauliche Einheit wird durch einen durchlaufenden Arkadengang erzeugt.

Hinter dem Marktplatz findet sich die „Bambergerin“, ein Brunnen mit einer Frau in Kopftuch und Rock, die zwei Wasserkrüge trägt. Erinnert wird an die verarmten, fränkischen Bauern, die Anfang des 18. Jahrhunderts die Posener Dörfer nach Krieg und Epidemien wieder aufbauten. Der Brunnen wurde während der kommunistischen Phase Polens abgebaut und erst 1987 im Zuge der Annäherung von West-Deutschland und Polen wieder aufgestellt.

Nicht weit vom Marktplatz steht die Pfarrkirche des heiligen Stanislaw. Der Gesamtkomplex mit dem benachbarten Jesuitenkolleg ist eines der wertvollsten Barockdenkmäler Polens. Schon bei der Annäherung ist der Betrachter beeindruckt. Glühendrot und weiß von Außen, gigantisch von Innen.


 Raczynski – Bibliothek

Das imposante, klassizistische Gebäude der Raczynski-Bibliothek hatte das Pariser Louvre zum Vorbild. Die Vorderfront besteht aus 12 korinthischen Säulenpaaren. 1829 eröffnet, stand die Bibliothek immer allen Menschen, egal welcher Ethnie oder Schicht zugehörig, offen. Sie ist die älteste existierende Bücherei Polens.


 Kaiserschloss

Das Kaiserschloss findet sich im Gründerzeitviertel westlich der Altstadt. Das Schloss wurde 1905-10 für Kaiser Wilhelm II. im neoromanischen Stil erbaut und während des Zweiten Weltkriegs von Nazi-Architekten um Albert Speer vor allem im Inneren entsprechend der nationalsozialistischen Architekturvorstellungen umgebaut und aufgemotzt.

Heute ist das Kaiserschloss ein lebendiges Kulturzentrum mit Kino, Theater, Ausstellungen und verschiedenen jungen Firmen.


 Dominsel

Der Posener Dom ist das älteste Gebäude der Stadt . Seine Anfänge gehen auf die Gründung des ersten polnischen Bistums im Jahr 968 zurück. Nach Erweiterungs- und Umbauarbeiten im gotischen, barocken und klassizistischen Stil, wurde er nach Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg wieder im Stil der Backsteingotik errichtet.

Im Dom befinden sich 12 Nebenkapellen mit teilweise sehr wertvollen Kunstgegenständen, die von den deutschen Besatzern ab 1940 nach Deutschland verbracht, später in der Eremitage in Sankt Petersburg wieder gefunden und nach Posen zurück gebracht wurden. In der Krypta unter dem Dom befinden sich Relikte der ältesten Dombauten, Sarkophage früherer Herrscher und ein Sandsteintaufbecken von 5 Meter Durchmesser. Es wird angenommen, dass es aus der Taufkapelle stammt, die hier vor Errichtung der ersten Kathedrale stand.


 Miniatur-Freilichtmuseum Pobiedziska

Etwa 30 Kilometer östlich von Posen liegt das Freilichtmuseum Pobiedziska. Es zeigt bis ins Detail originalgetreue Verkleinerungen –im Maßstab 1:20- wichtiger Bauwerke des historischen Großpolens. Das Besondere ist, dass häufig nicht nur das heutige Aussehen dargestellt wird, sondern auch historische Formen zu sehen sind.

Das Museum ist ganzjährig, außer Montags von 8-20 Uhr geöffnet.




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Links im Internet zur Kultur in Polen

 Die Schlösser Polens

 Polonium Art- Zeitgenössische polnische Kunst



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