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Großstädte Polens

Kattowitz (Katowice)


Schlesisches Museum - Lestat (Jan Mehlich) / WIKIPEDIA

 Allgemein

Kattowitz ist keine alte Stadt mit historischer Bedeutung. Vielmehr hat die Hauptstadt der Provinz Schlesien eine ähnliche Vergangenheit wie das Ruhrgebiet und ist heute in einem ebensolchen Auf- und Umbruch.

Jahrhundertelang waren hier Fabrikschlote, Abraumhalden, Zechen und Stahlhütten dominierend. Nun befinden sich die Stadt im Wandel zur von Forschung und Wissenschaft geprägten Kulturstadt. Es gibt zahlreiche Museen, Theater, Konzert- und Sportstätten. Auch viele der alten Bergwerke, Stollen und Industrieanlagen gelten als Technikdenkmäler und sind zu besichtigen.


 Geschichte

Erstmals erwähnt wird Kattowitz 1598.
1770 ließ Herzog von Pless die erste Kohlegrube errichten, kurz darauf entstehen Hüttenwerke. Als Kattowitz 1846 an die Eisenbahnlinie angeschlossen wird, wächst der Ort rasant und bekommt 19 Jahre später die Stadtrechte.

Nach dem Ersten Weltkrieg wird die rohstoffreiche Stadt Polen zugesprochen, vorher gehörte sie zu Preußen bzw. dem Deutschen Reich.

Im Zweiten Weltkrieg wird die Stadt nicht nennenswert zerstört und so sind viele der monumentalen Gründerzeitpalais heute noch erhalten, wenn sie nicht gerade der Neubauwut der 1970er Jahre zum Opfer fielen.

In der sozialistischen Volksrepublik Polen wird Kattowitz Hauptstadt, Industrie- und Verwaltungszentrum der Woiwodschaft Schlesien. Die Industriealisierung wird immer stärker intensiviert. Seit die EU die Schließung vieler Zechen verlangt, hat sich der Ausstoß von Schwefel und Stickstoffoxid halbiert, die Arbeitslosenquote ist aber nach oben geschossen. Derzeit ist Kattowitz mitten im erfolgreichen Strukturwandel von einer von Schwerindustrie und Bergwerken geprägten zu einer modernen, von Informationstechnik, Wissenschaft und Forschung geprägten Kulturstadt.


 Bergmannssiedlung Giszowiec

Die Siedlung liegt umgeben von Wald- und Grünflächen etwas abseits der anderen Stadtteile.

Sie wurde 1907, zum 200-jährigen Firmenjubiläum des schlesischen Bergbaukonzerns „Giesches Erben“ gegründet. Werksarbeitern und Angestellten sollten hier ein arbeitsnahes Wohnen ermöglicht werden, das preiswert, sozial und gesund war. Jedes Haus hatte einen Garten und Wirtschaftsgebäude.
Um den zentralen Marktplatz herum, lagen lose platziert- an Haupt- und Nebenstraßen- Häuser für 600 Familien. Dazu kamen Schlafhäuser für 300 unverheiratete Bergleute, eine Wasch- und Badeanstalt, die Verwaltung, die Schule, ein Gasthaus, mehrere Kaufhäuser und ein Wasserturm.
Bis heute gilt die Bergmannssiedlung als Musterbeispiel für gelungene Arbeitersiedlungen um 1900.

Heute leben hier etwa viermal so viele Menschen und es gibt auch große Plattenbau-Mietshäuser, dennoch ist da viele Grün bestimmend und Einheit und Zusammenhalt der Bewohner sind zu spüren.


 Rawa-Blues-Festival

Das Rawa-Blues-Festival ist das größte und traditionsreichste Bluesfestival in Polen.

Seit etwa 20 Jahren hat es auch internationale Bedeutung und zieht jährlich etwa 10.000 Besucher ins Spodek, die Kattowitzer Mehrzweckarena.




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Links im Internet zur Kultur in Polen

 Die Schlösser Polens

 Polonium Art- Zeitgenössische polnische Kunst



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