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Großstädte Polens

Danzig (Gdansk)


Birgit Winter - PIXELIO

  Danzig Rechtstadt - Der historische Sitz der Hanse

  Danzig Altstadt


 Allgemein

1997 feierte die stolze Hafenstadt ihr 1000-jähriges Jubiläum.
Die ehemalige Hansestadt hat eine wildbewegte Vergangenheit. Fast sieben Jahrhunderte lebten hier Deutsche, Polen, Kaschuben und Einwanderer aus vielen Ländern zusammen. Das war nicht immer konfliktfrei aber immer standen die Stadt und der Handel mit der Welt im Zentrum des gemeinsamen Tuns.

Danzig ist archetektonisch unübersehbar eine Hansestadt. Die wunderschönen Bürgerhäuser und Profanbauten wurden nach dem Zweiten Weltkrieg sorgfältig rekonstruiert und werden heute liebevoll erhalten.


 Geschichtliches

Die erste schriftliche Erwähnung geht auf 997 zurück, während der Missionsfahrt von Bischof Adalbert zu den heidnischen Prußen. Bereits im 11. Jahrhundert gibt es eine Burg und eine befestigte Siedlung. Dank der vorteilhaften Lage am Knotenpunkt wichtiger Handelswege, wächst der Ort schnell und bekommt 1224 eine feste Rechtsordnung, das Lübische Recht. Die deutsche Einwanderung beginnt. Es folgen jedoch erbitterte Erbstreitigkeiten zwischen dem Markgrafen von Brandenburg und den kaschubischen Fürsten. Die Stadt und die Bevölkerung leiden stark. Der Deutsche Orden, eigentlich beauftragt Danzig für Polen zurück zugewinnen, annektiert 1309 das Land und erstmals zeigt sich da Problem, das Danzigs Geschichte bis ins 20. Jahrhundert prägt: Polen benötigt einen Zugang zur Ostsee, die deutschen Mächte brauchen eine Landverbindung nach Ostpreußen. Bereits seit 1236 gilt das Lübecker Stadtrecht. 1361 wird Danzig Mitglied der Hanse und bleibt es bis zu deren Auflösung 300 Jahre lang. Durch steigenden Wohlstand und inneren Frieden entstehen Zünfte und der Handel blüht. 1440 schließt sich Danzig mit weiteren Städten zum Preußischen Bund zusammen und kann im Dreißigjährigen Krieg die Herrschaft des Deutschen Ordens abschütteln. Ab 1457 ist sie eine unabhängige Stadtrepublik im Polnischen Reich.

Nach mehrmaligem Hin und Her kam Danzig 1815 zum Königreich Preußen und 1871 zum Deutschen Reich. Nach dem Ersten Weltkrieg wird die Stadt zu einem unabhängigem Stadtstaat unter Aufsicht des Völkerbundes - zur Freien Stadt Danzig. Da wichtige Rechte dem Polnischen Staat zugesprochen werden, nehmen die Spannungen und Auseinandersetzungen zwischen Deutschen und Polen zu. 1933 erhält die NSDAP die absolute Mehrheit in der Ostseestadt und am 1. September 1939 wird sie dem Deutschen Reich angegliedert.

Ende März 1945 marschieren Verbände der Polnischen und der Roten Armee ein. Bisher war der Krieg einigermaßen glimpflich an Danzig vorbei gezogen, nun aber wird die einst so prachtvolle Stadt fast vollständig zerstört. Die Deutschen werden vertrieben und von der ursprünglichen Bevölkerung bleiben nur etwa 5 Prozent zurück.


Danzig um 1850 - B. Peters, H. Winkles / WIKIPEDIA
Nach dem Krieg wird Gdansk, wie es nun wieder heißt, von den Polen mühevoll wieder aufgebaut. Steinchen für Steinchen rekonstruieren unzählige Handwerker und Restauratoren die alten Gebäude, bis sie wieder im Gewand des 16./17. Jahrhundert auferstanden sind.

Obwohl sich die Dreistadt Gdynia-Sopot-Gdansk zu einem Wirtschaftzentrum entwickelt, bestimmen auch hier Misswirtschaft und Fehlplanungen das Bild der sozialistischen Republik. Die Unzufriedenheit steigt, bis es 1970 und 1980 in den Danziger Werften zu offenen Aufständen kommt, die sich im ganzen Land verbreiten. Am 31. August 1980 unterzeichnen der Elektriker und Streikführer Lech Walesa und der stellvertretende Ministerpräsident Polens die „Danziger Vereinbarung“ über grundlegende gesellschaftliche und wirtschaftliche Reformen. Es ist die Geburtstunde der Solidarnosc, der ersten freien Gewerkschaft im gesamten Ostblock. Ihr Wirken führt schließlich zum Zusammenbruch der Volksrepublik Polen und des Warschauer Pakts.


 Danziger Bürgerhäuser

Der Reichtum der Danziger Kaufleute, Reeder und Bankiers und ihr Wille in repräsentativen Häusern zu leben und zu arbeiten, schuf zahllose wunderschöner Bürgerhäuser. Da die Steuerhöhe von der Breite des Grundstückes abhing, sind die Gebäude meist schmal, dafür aber sehr langgestreckt und streben hoch hinauf. Vier oder fünf Stockwerke sind normal. Das Englische Haus von 1570 hat gar acht Etagen und muss den Zeitgenossen wie ein Wolkenkratzer vorgekommen sein.

Machen Sie einen Spaziergang durch die Frauengasse in der Rechtstadt. Hier können Sie ein weiteres Detail der Danziger Bürgerhäuser bewundern. Um die Häuser vor Überschwemmungen zu schützen wurden die Hauseingänge etwa ein Meter über Straßenniveau gelegt. Der sogenannte Beischlag, eine Terrasse vor dem Eingang, wird über breite Treppen erreicht und bot Platz das bürgerliche Privatleben nach draußen zu verlagern. Hier aß und trank man, wurde gesehen und plauderte.



User: Hajotthu / WIKIPEDIA
 Sehenswürdigkeiten

Danzig hat sich jahrhundertelang konsequent in die   Rechtstadt und die   Altstadt geteilt.

Der Rechtstadt wurde bereits im Jahr 1236 das Stadtrecht verliehen. Die Altstadt bekam es 1370. Beide waren eigenständig - mit eigenem Bürgermeister, Rathaus und Stadtrat.
Trotz des Namen ist die Rechtstadt älter. Die Altstadt geht wahrscheinlich auf eine Handwerkeransiedelung vor den Toren der Rechtstadt zurück.

  Danzig Rechtstadt - Der historische Sitz der Hanse

  Danzig Altstadt


 

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Links im Internet zur Kultur in Polen

 Die Schlösser Polens

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