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Woiwodschaft 13

Podlachien (Podlaskie)


  © Dieter Schütz/ pixelio.de

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 Podlachien (Podlaskie)

Die Hauptstadt von Polachien ist die Stadt Bialystok. Es ist eine relativ junge Stadt und kulturelles und wirtschafliches Zentrum der Region. 1885 schuf Ludwik Zamenhof die Weltsprache Esperanto. Er verbrachte seine Kindheit in Bialystok und konnte im hiesigen Völkergemisch von Polen, Weißrussen, Juden und Deutschen beobachten, dass viele Missverständnisse zwischen den Menschen und Kulturen in der Sprachbarriere begründet sind. Eine neue, leicht zu erlernenden Sprache, sollte der zerstrittenen Menschheit ein neutrales Forum liefern. In Bialystok können Sie Esperantokurse oder das moderne Esperantommuseum besuchen.

Die Stadt ist umgeben von Wäldern und Landschaftsparks. Es finden sich noch traditionelle Schmieden, Töpfereien, Schnitzer und Weber.
In den Dörfern Bohoniki und Kruszyniani befinden sich die einzigen historischen Moscheen Polens. Sie sind Besuchern zugänglich und können besichtigt werden.

Wesentlich älter als Bialystok ist die Stadt Lomza (Lomscha), die für ihren 500 Jahre alten, spätgotischen Dom und ihre weltweit einmalig Bernsteinsammlung bekannt ist.

Podlachien ist als Urlaubsziel noch nicht lange entdeckt. Insbesondere im südlichen Teil fand man noch bis in die 1980er Jahre keine Touristen. Lediglich einige Regionalforscher verirrten sich in den Bialowieza Urwald, wo bis heute freilebende Wisents anzutreffen sind. Die Abgeschiedenheit hat dazu beigetragen, dass die Natur hier sehr ursprünglich ist und die ansässigen Menschen bis heute sehr traditionell nach ihrer jeweiligen ethnischen Herkunft leben.

Im Bereich Umweltschutz ist diese Region landesweit führend und wird nicht umsonst grüne Lunge Polens genannt. Die Menschen sind stolz auf sauberes Wasser, gesunde Wälder und reine Luft. Die vier Nationalparks sind prägend. Sie können wandern, Rad fahren, reiten oder eine Bootsfahrt auf einem der vielen Flüsse unternehmen. Im Winter herrschen ideale Bedingungen für Wintersport.



 Nationalpark Bialowieza – Der Urwald

Der älteste polnische Nationalpark Bialowieza ist 1932 entstanden und liegt heute sowohl auf polnischem wie auch auf weißrussischem Gebiet.
Als Weltnaturerbe und Bioshärenreservat der UNESCO umfasst er auf polnischer Seite etwa 200 Quadratkilometer und gilt als letzter Tiefland-Urwald Europas.
Die biologische Vielfalt ist schlicht überwältigend: Etwa 12.000 Tier-, 3.500 Pilz- und 5.500 Pflanzenarten sind hier zu finden.
Eine Wisentpopulation von etwa 450 freilebenden Tieren sorgt dafür, dass dieser Park Anziehungspunkt für viele Besucher geworden ist. Das Wisent ist somit eine Art Maskottchen geworden und ziert das Logo des Nationalparks. Aber auch Tarpane (eine Wildpferdform), Zubrone (Mischung von Hausrind und Wisent), Hirsche, Rehe, Wildschweine, Wölfe, Schwarzstörche, neun verschiedene Spechtarten, Blauracken und Schrei- und Schlangenadler sind anzutreffen. Der Wald ist ein Mischwald, wie er in unseren Breiten so nicht mehr vorkommt. Es gibt bis zu 400 Jahre alte Eichen, Ulmen und Linden. Umgestürzte Bäume bieten auf dem Boden lebenden Kleintieren Unterschlupf und Schutz.

Im Park befindet sich ein modernes Museum, das mit Dämmerlicht, Tag- und Nachteffekten, Urwaldgeräuschen, einer speziellen Bodengestaltung und verschiedenen Ausstellungen die Natur und die Geschichte des Biolowieza anschaulich erklärt.

Im Sommer können Sie mit einer Schmalspurbahn die verschiedenen Teile des Parks erreichen. Oder Sie erkunden die Felder, Wiesen und den Urwald mit ausleihbaren Fahrrädern oder Pferden. Ob im Sattel, in einer Kutsche oder im Winter im fackelbeleuchteten Pferdeschlitten, bleibt Ihnen überlassen.



 Nationalpark Biebrza - Die Sumpflandschaft

Der Nationalpark Biebrza schützt die in Europa einzigartigen, größten Sumpf- und Torfgebiete Polens.

Der Fluss Biebrza ist ein typischer Tieflandfluss mit einem stark mäandernden Bett und sehr trägem Flusslauf.
In dieser grandiosen Sumpflandschaft können Sie nicht nur seltene Vögel beobachten – darunter den Seggenrohrsänger, die Weißflügelseeschwalbe, verschiedene Raub- und Schnepfenvögel – sondern auch eine reiche Pflanzenwelt entdecken. 45 der insgesamt 920 ansässigen Gefäßpflanzenarten stehen auf der Roten Liste.
Der Reichtum der Natur erstreckt sich auch in den Säugetierarten. Als besonders hervorzuheben ist der Elch, dessen Bestand sich langsam erholt.

Biebrza können Sie das ganze Jahr über besuchen. Im Winter ist hier Langlauf möglich und sie können den Spuren verschiedener Tiere, auch der des Wolfes, folgen. Im Frühjahr können Sie viele Vögel bei der Balz und Brutpflege beobachten. Im Sommer können Sie in der Biebrza schwimmen, Kanu, Kajak oder Floss fahren. Außerdem sollten Sie das geruchs- und farbenintensiv blühende Moor im Juni nicht verpassen. Im Herbst stehen Angeln, die Hirsch- und Elchbrunft, sowie wunderschöne Herbstfarben im Moor zur Auswahl.

In der Umgebung des Nationalparks stehen zahlreiche Unterkünfte zur Verfügung. Sie können privat auf Bauernhöfen, in kleinen Feriendörfern oder auf Campingplätzen unterkommen.



 Nationalpark Wigry – Die grün-blaue Seenlandschaft

Der Wigry-Nationalpark umfasst insgesamt 42 Seen umgeben von Kiefern- und Fichtenwäldern. Der größte See und namensgebend für den Park ist der Wigry. Er gilt vielen Polen als der schönste See des Landes, den er hat eine sehr gewundene, abwechslungsreiche Uferlinie. Mal hügelig, mal flach mit hübschen kleinen oder größeren Buchten, mal dicht bewaldet, mal licht, mal mit üppiger Ufervegetation, mal Strand, viele Inseln und eine unglaubliche Tiefe von bis zu 73 Metern. Ganz besonders hübsch sind die kleinen Waldseen, liebevoll Suchary „Zwiebäcke” genannt. Einige besitzen keine Zu-und Abläufe und haben braunes, saures Wasser.

Der Nationalpark ist ein Paradies für Angler, Segler, Kanuten, Kajakfahrer, Wanderer und Radsportler. Es gibt ausgezeichnet Wanderwege und Lehrpfade, außerdem werden traditionelle Berufe und Baukunst vorgestellt. Sie können Ausflüge ins Kamaldulenserkloster, das wertvollste Baudenkmal der Region, oder ins benachbarte Litauen unternehmen.



 Nationalpark Narew – Das polnische Amazonien

Der namensgebende Fluss Narew fließt in mehreren Flussbetten durch dieses Gebiet. Es ist eins der letzten in Europa aktiven, regelmäßig überschwemmten Flussniederungen.
Das Wasserlabyrinth, mit seinem Netz sich verzweigender und verbindender Flussbetten, kann, wenn auch kleiner, mit dem Okawango in Afrika, dem Ob in Sibirien und dem Saskatchewan in Kanada verglichen werden.

Durch den ständigen Wechsel von Wasser und Land ist ein einzigartiges System von sehr unterschiedlichen Biotopen in unmittelbarer Nachbarschaft zueinander entstanden. Die Wasserplanzen und Schilfkomplexe bieten 150 Vogelarten idealen Schutz zum Brüten.

Einen Eindruck vom Nationalpark verschaffen Sie sich natürlich am Besten vom Wasser aus. Bootsfahrten werden angeboten. Kanu oder Kajaks sind leihbar.
Auf der Wassertour kommen Sie an vielen Dörfern und traditionell hölzernen Gehöften vorbei. Es gibt Ziehbrunnen, Stroh- und Lehmhütten, wildromantische hölzerne Windmühlen und liebevoll erhaltene, kleine Kapellen zu sehen. Die Bevölkerung spricht teils polnisch, teils weißrussisch und teils ukrainisch. Litauische Einflüsse sind ebenfalls spürbar.



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 Links im Internet zur Kultur in Polen

 Die Schlösser Polens

 Polonium Art- Zeitgenössische polnische Kunst

 Polen - Historisches Portal des Herder Institutes



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